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Immanuelkirche


Nachdem sich nach den entsetzlichen Verheerungen des 30 - jährigen Krieges das Land langsam wieder erholte und ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung einsetzte, kam es im ganzen Herzogtum zum Bau neuer Kirchen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung entstand auch in der Pfarrei Altenbergen der Wunsch nach einem Kirchenneubau. Die Johanniskirche war baufällig und erinnerte zu stark an den Katholizismus und das dunkle Mittelalter. Außerdem beklagten sich die Besucher über den beschwerlichen Aufstieg zu dieser Bergkirche. In dieser Zeit betreute Pfarrer Johann Eckhardt die Pfarrei. Das Verhältnis zur Kirchgemeinde war aufgrund jahrelanger Streitigkeiten komplett zerrüttet und so lehnte Pfarrer Eckhardt einen Kirchenneubau kategorisch ab. Nach seinem Tod übernahm Johann August Schönau 1710 die Pfarrei und sofort begannen die Vorbereitungen zum Bau einer Kirche im Tal, deren Grundsteinlegung am 4. August 1710 erfolgte. Dieser Neubau stellte ein enormes finanzielles Risiko für die Bewohner dar, denn hier baute nicht der herzogliche Staat, sondern die Gemeinden Altenbergen, Catterfeld und Engelsbach in Eigenregie. Die Kosten beliefen sich auf über 4000 Gulden. 


Nach nur zwei Jahren Bauzeit erfogte am 8. November 1712 die feierliche Weihe der "Immanuelkirche". Immanuel bedeutet "Gott mit uns" und drückt den Wunsch aus, Gott vom Berg mit hinab ins Tal zu nehmen.  

Quelle: BRÜCKNER (1753) Kirchen- u. Schulenstaat

1757, 1811, 1822, 1838, 1860, 1911, 1967 und 2002 wurde im Zuge von Reparaturen am Turm der Turmknopf abgenommen und mit Chronikmaterial sowie Münzen versehen.

Schrifteinlage Pfarrer Schönaus in die Turmzier  Quelle: Broschüre "Die Turmzier der Immanuelkirche und ihr Inhalt von 1710 bis 2002"

1787 un 1913 erfolgte die jetzige Ausmalung des Kirchenschiffs, die 1998 erneuert wurde.

Der Ohrdrufer Orgelbaumeister Georg Franz Ratzmann baute 1831 die noch heute bespielte Orgel ein. Vorher nutzte man die aus der Johanniskirche ausgebaute Orgel bzw. ein Positiv.


Infolge des Rohstoffmangels während des 1. Weltkrieges kam es zum Einschmelzen der Bronzeglocken, die schließlich 1925 durch neue Stahlglocken ersetzt wurden.  

Glockentransport durch Catterfeld 1925 Quelle: Pfarrarchiv

Ab 1993 kam es unter Pfarrer Uber zum Einbau einer Winterkirche und zu umfassenden Restaurierungs - und Erneuerungsarbeiten im Inneren und dem Äußeren des Gebäudes. Von Pfarrer Uber wurde auch die Restaurierung der Orgel initiiert, die über 224.000 DM kostete. Seit 2003 erklingt sie wieder in ihrer historischen Klangvielfalt. 

2012 feierte die Kirchgemeinde in einem Gottesdienst das 300- jährige Jubiläum ihrer Weihe.